Fortschreibung Sächsischer Bildungsplan
Ausblick Sächsischer Erziehungs- und Bildungsplan
In einer Fachveranstaltung am 6. Mai 2026 wurde der neue Sächsische Erziehungs- und Bildungsplan, welcher ab Januar 2027 in Kraft treten soll, vorgestellt.
Bereits jetzt können Sie den Sächsischen Erziehungs- und Bildungsplan einsehen und heruntergeladen. Zusätzliche inhaltliche Begriffsverdeutlichungen, die zum Fachtag vorgestellt wurden, finden Sie hier.
Bis zum Inkrafttreten soll „der partizipative Prozess fortgeführt und vielfältige Angebote und Formate entwickelt“ werden, so die Aussagen des Kultusministeriums. Darüber hinaus „werden sowohl die Inhaltsbereiche untersetzt als auch die unterschiedlichen Zielgruppen adressiert wie z.B. Träger, Fachberatung, Kita-Leitung, pädagogische Fachkräfte, Kindertagespflegepersonen und Eltern.“. (https://www.kita-bildungsserver.de/themen/fortschreibung-saechsischer-bildungsplan/)
Zum Hintergrund
Der Sächsische Erziehungs- und Bildungsplan wurde gemeinsam mit der Wissenschaft, der Fachpraxis und vielseitigen Akteuren entwickelt und bildet die Grundlage für die pädagogische Arbeit in der Kinderbetreuung in Sachsen.
Er betrachtet Bildung als einen kontinuierlichen Prozess, umfasst zentrale Leitgedanken zu Partizipation, zur Demokratie und Nachhaltigkeit sowie zu Inklusion und digitalen Medien.
Darüber hinaus berücksichtigt der Sächsische Erziehungs- und Bildungsplan die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe von Kindern und soll Anregungen zur Reflexion in der Praxisentwicklung geben.
Der Sächsische Erziehungs- und Bildungsplan
Der Sächsische Erziehungs- und Bildungsplan bildet die verbindliche pädagogische Grundlage für Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege in Sachsen.
Er dient als Orientierungshilfe, unterstützt die Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte und gestaltet den Bildungsauftrag in Krippen und Kindertagespflege, Kitas und Horten.
Im Fokus steht das Kind als aktiver Akteur seiner Entwicklung im sozialen Miteinander, das durch Motivation und gezielte Anleitung gefördert wird. Der Sächsische Erziehungs- und Bildungsplan berücksichtigt die vielfältigen Lebensbedingungen der Kinder, deren Heterogenität durch gesellschaftliche und technische Veränderungen zunimmt. Frühe Bildung ist entscheidend für Bildungsgerechtigkeit und erfordert qualifizierte Fachkräfte sowie förderliche Rahmenbedingungen vor Ort. Aus diesem Grund sollen hohe qualitative Standards in sächsischen Einrichtungen der Kinderbetreuung erhalten bzw. angestrebt werden.
Es ist zudem ein wichtiges Signal, dass die Kindertagespflege auch in aktuellen Zukunftsstrategien des Freistaates Sachsen mitgedacht wird. Die Entwicklungsstrategie "Kita der Zukunft" des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, die ebenfalls zum Fachtag am 6. Mai vorgestellt wurde, verdeutlicht die Bedeutung qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung und einer vielfältigen Betreuungslandschaft (Entwicklungsstrategie für eine Kita der Zukunft: 3 – Kindgerechte Räume schaffen).
Informationen des Kultusministeriums zum Entstehungsprozess
„Der Sächsische Bildungsplan ist die Arbeitsgrundlage für die pädagogische Arbeit in Kinderkrippe, Kindergarten und Hort sowie Kindertagespflege in Sachsen. Aktuell wird der Bildungsplan durch das Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung gGmbH an der ehs Dresden gGmbH in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz evaluiert und fortgeschrieben. Ziel ist es, einen zukunftsorientierten und praxisnahen Bildungsplan zu entwickeln, der aktuelle Fachdiskurse sowie die Perspektiven und Bedarfe der pädagogischen Praxis in Sachsen berücksichtigt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist die Mitwirkung von Fachkräften sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren aus dem Bereich der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege von zentraler Bedeutung .“ (https://www.kita-bildungsserver.de/themen/fortschreibung-saechsischer-bildungsplan/)
Projektwebseite zur Evaluation und Fortschreibung des Sächsischen Bildungsplans
Kindertagespflegepersonen waren beteiligt
Tagesmütter und Tagesväter waren aufgerufen, sich in Praxisworkshops einzubringen und ihre Erfahrungen und ihr Wissen beizutragen. Diese Einbindung der Praxis der Kindertagespflege war neben allen anderen Akteuren wichtig, um die Anschlussfähigkeit und Umsetzbarkeit des zukünftigen Sächsischen Erziehungs- und Bildungsplanes zu unterstützen. Neben Kindertagespflegepersonen waren eine Vielzahl an pädagogischen Fachkräften aus Krippen, Kitas, Horten und der Fachberatung zu den Workshops eingeladen. Diese trafen sich mehrmals in vier Regionen Sachsens.
Ziel der Workshops war es:
- Reflexion der aktuellen Umsetzung des Sächsischen Bildungsplans
- Austausch über Erfahrungen und Herausforderungen mit dem Sächsischen Bildungsplan in der Praxis
- Weiterentwicklung des Sächsischen Bildungsplans
- Praktische Ideen und Impulse für die pädagogische Arbeit
Fortbildungen
Zu den derzeit in Bearbeitung befindlichen Schritten zur Implementierung in die Praxis liegen noch keinen Angaben vor. Das Team der IKS Sachsen wird sich innerhalb des Rahmens als Landesprojekt für die Kindertagespflege selbstverständlich beteiligen.
Sobald konkrete Aussagen zu den Planungen sowie zur Zeitschiene für die Kindertagespflege vorliegen, informieren wir Sie umgehend.
Eine erste Fortbildungsveranstaltung finden Sie hier: